Was ist ein Simlock?

Der Ursprung des Begriffes Simlock liegt im Mobilfunksektor. Er bezieht sich auf die SIM-Karte, die eine grundlegende Komponente jedes Handys ist.

Um ein Handy im Netz betreiben zu können, ist eine so genannte SIM-Karte erforderlich. Dieses kleine Plastikkärtchen wird vom jeweiligen Anbieter zur Verfügung gestellt. Die Karte selbst ist etwa 1,5 cm x 2,5 cm groß, auf der Vorderseite mit Kontaktschienen und einem elektronischen Chip versehen (ähnlich der ec-Karten) und eine ihrer eigentlich rechtwinkligen Ecken ist abgeschrägt. Geliefert wird die SIM-Karte wegen ihrer geringen Größe meistens als Teil einer größeren Plastikkarte (8,6 cm x 5,4 cm), aus der die kleinere SIM-Karte dann herausgebrochen werden kann.

Vor der Inbetriebnahme eines jeden Handys muss diese SIM-Karte in das Gerät eingesetzt werden. Bei den meisten Handys befindet der dafür vorgesehene Platz hinter oder neben dem Akku. Die Karte wird dort eingeschoben, wobei die abgeschrägte Ecke nur eine bestimmte Position zulässt. Verwechslungen oder ein fehlerhafter Einbau sind also ausgeschlossen. Über die Kontaktschienen wird die Karte bzw. der darauf befindliche Chip mit dem Handy verbunden und kann seine Arbeit aufnehmen. Dazu gehören das Erkennen des Benutzers und dessen Standort durch verschiedene, auf den Chip hinterlegte Daten wie Anbieter, Rufnummer oder Tarifinformationen. Da der Chip auch einen beschreibbaren Sektor besitzt, können auch individuelle Benutzerinformationen auf ihm gespeichert werden, um z.B. das Telefonbuch beim Handywechsel zu erhalten.

Die Simlock-Funktion sorgt nun dafür, dass das jeweilige Handy nur so arbeitet, wie es der Anbieter und der vom Kunden gewählte Tarif zulassen. Hintergrund sind hauptsächlich die zum Tarif angebotenen günstigen oder sogar kostenlosen Geräte. Der Kunde kann also wegen der Simlock-Einschränkungen sein Handy zwar voll umfänglich nutzen, ist aber für die Vertragsdauer (meistens 24 Monate) an einen Anbieter und bestimmte Tarifoptionen gebunden. Damit soll verhindert werden, dass mit neuen und eigentlich kostspieligen Geräten bei anderen Providern telefoniert wird. Neben der Bindung an einen Anbieter sind Sperren für bestimmte Mobilfunknetze (= Netlock) und die völlige Sperre der Karte (z.B. bei Verlust) die häufigsten Simlock-Beschränkungen.

Nach der Vertragslaufzeit hat der Kunde über seine monatlichen Fixkosten bzw. die Grundgebühr das Handy „abbezahlt“ und die Simlock-Sperre wird aufgehoben. Nun ist das Gerät „Unlock“ und kann mit jeder beliebigen SIM-Karte (z.B. Prepaid) genutzt werden.

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